Fuss-Reflexzonen - Homöopathie - Praxis für klassische Homöopathie

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Fuss-Reflexzonen

Fuss-Reflexzonen-Therapie (FRT)

Reflexzonen-Arbeit am Fuß (RZF)


ist eine uralte Heilmethode, die im 20. Jahrhundert ihren Weg in die westliche Welt fand. Bei der komplementären Therapiemethode kommt es auf die Wechselbeziehung zwischen Punkten am Fuß und dem gesamten Organismus des Menschen an


Darstellungen aus dem alten Ägypten um 2300 v. Chr. zeigen, daß Behandlungen an den Füßen schon damals üblich waren. Der amerikanische Arzt William Fitzgerald berichtete 1915 in seinem Buch "Zone Therapy" davon, daß er bereits Ende des 19. Jahrhunderts Fußbehandlungen bei den Indianerstämmen Mittel- und Nordamerikas beobachtet hatte. Offensichtlich gehörte diese Art der Betreuung von Kranken seit Jahrhunderten zum Erfahrungsschatz der Ureinwohner Nordamerikas. Fitzgerald experimentierte viele Jahre mit diesen Überlieferungen. Er entwickelte ein einfaches Raster, mit dessen Hilfe er therapeutisch nutzbare Beziehungen darstellte zwischen dem Makrosystem Mensch und dem Mikrosystem seiner Füße. Sein Arbeitsmodell der Einteilung des Menschen in zehn so genannte "Längskörperzonen" geht davon aus, daß alle Organe und Systeme, die sich in einer dieser Längszonen am Körper befinden, in der gleichen Längszone an den Füßen im kleinen Maßstab "reflektiert" werden.

Den Begriff "Reflexology" prägte die amerikanische Masseurin Eunice Ingham, die in den frühen 30er Jahren Zugang zu den Forschungen Fitzgeralds hatte und Hanne Marquardt, geb. 1933, Krankenschwester, Masseurin und Heilpraktikerin, hat die RZF auf ein professionelles Niveau angehoben, die therapeutischen Griffe weiter entwickelt und ein internationales Netz von 16 R7F-Schulen geschaffen.

Das Prinzip der Formenanalogie
Hanne Marquardt ergänzte das Fitzgerald'sche 10-Körperzonen-Raster durch das Prinzip der Formenähnlichkeit. Wie bei der Ohrakupunktur, die auf die Formenähnlichkeit des Außenohres mit einem Embryo zurückgreift, geht sie davon aus, daß in der Fußform die Form eines sitzenden Menschen erkennbar ist, über die der ganze Mensch mit Körper, Geist und Seele erreicht werden kann. Bei der Behandlung bestimmen zwei Faktoren die Dosierung der Griffintensität: die subjektive Schmerzgrenze des Patienten und die Reaktion des vegetativen Nervensystems. Dabei arbeitet der Therapeut zwar konstruktiv mit dem Schmerz, denn dieser weist ihm den Weg zu den behandlungsbedürftigen Zonen, aber er betrachtet ihn nicht als "Feind", den es zu bekämpfen gilt. Das Vegetativum gibt objektiv Aufschluß darüber, ob und wie der Organismus den Reiz verkraftet. Anzeichen der Überforderung sind unter anderem feuchte Hände, trockener Mund sowie starke Veränderungen von Atmung und Herzschlag.

In der ersten Behandlungseinheit erstellt der RZF-Therapeut einen ausführlichen Befund, wobei er auf pathologische Veränderungen in der Statik des Fußes und in der Beschaffenheit von Gewebe, Haut und Nägeln achtet. Durch das systematische Palpieren zeigen sich die belasteten Reflexzonen, dehn sie sind schmerzempfindlich oder reagieren mit Hinweisen aus dem Vegetativum. So erfährt der Therapeut zuverlässig, welche Zonen zu behandeln sind.

Reaktionen zeigen Behandlungserfolg
Die Reaktionen auf eine Behandlung zeigen, ob sich am Zustand der Patienten etwas verändert. Häufig findet eine Vitalisierung aller Lebensprozesse des Patienten statt und damit einhergehend die Linderung der akuten Symptomatik, eine bessere Regulation der Ausscheidungsorgane (Darm, Nieren und Blase, Lungen und Haut), eine Veränderung der Schlafqualität und -quantität und die Stabilisierung der seelisch-emotionalen Befindlichkeit. Unangenehme Reaktionen zeigen eine Veränderung und Klärung des Krankheitsverlaufes an und sollten deshalb nicht negativ bewertet werden. Dazu gehören kurzzeitige Schmerzen an der Stelle einer alten Verletzung, Durchfall, durch den Toxine und Schadstoffe ausgeschieden werden, und Schlafstörungen wegen vermehrter nächtlicher Harnausscheidung. Schnupfen und Auswurf dienen der Reinigung der Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes, und bei manchen Patienten kommen emotionale Verletzungen wieder hoch.

Bei vegetativen Störungen kann eine deutliche Stabilisierung des Allgemeinbefindens erreicht werden, übermäßige Schweißabsonderung (Hyperhidrosis) kann nachlassen. Manche Patienten reagieren mit wesentlich intensiverem Schlafbedürfnis, dem dringend nachgegeben werden sollte; andere sind eine oder zwei Nächte besonders unruhig oder brauchen weniger Schlaf als sonst, sind jedoch am nächsten Tag trotzdem frischer und leistungsfähiger.

Träume, sowohl angenehme als auch beängstigende, zeigen, daß die RZF auch die unbewusßte Ebene im Menschen stark anspricht und die Verarbeitung von anstehenden Lebensthemen einleiten und begleiten kann. Meist sind die Patienten weniger nervös, werden emotional ausgeglichener und können ihren Gefühlen besser Ausdruck geben. Gelegentlich können sich auch verdrängte Gefühle deutlicher als gewohnt zeigen. Häufig wird eine Zunahme an Lebensfreude beobachtet, denn die reflektorische Behandlung des lymphatischen Systems über die Füße bringt oft gestaute Lebensprozesse wieder ins Fließen.

Möglichkeiten und Grenzen
Bewährte Indikationen für RZF sind statisch-muskuläre Belastungen und Fehlformen wie Nacken- Lind Lendenwirbelsäulen-Schmerzen. akute oder chronische Bewegungseinschränkungen der Gelenke Lind Haltungsschäden. Auch Fehlfunktionen der harnableitenden Organe wie mangelhafte Harnausscheidung oder Inkontinenz und Erkrankungen des Atmungssystems, zum Beispiel asthmatische Zustände, lassen sich behandeln. RZF wirkt bei Verdauungsbeschwerden verschiedener Art wie Verstopfungen und Blähungen, bei Leberkrankheiten und funktionellen Zyklusstörungen der Frau (eine der überzeugendsten Indikationen!). Allergien und Störungen des Lymphsystems - vor allem bei Kindern - gehören ebenso zu den Indikationen wie die Begleitung während und nach der Schwangerschaft. Aber auch die RZF hat ihre Grenzen: Patienten mit akuten, hochfieberhaften und infektiösen Krankheiten, Entzündungen oder speziellen psychischen Problemen (manisch-depressive Psychose, Schizophrenie und anderen) sollten unbedingt den Hausarzt konsultieren.

Die RZF versteht sich als komplementäres Therapieangebot, das nicht im Widerspruch zu anderen Bereichen der Medizin steht, sondern sie ergänzt. Da sie zu den manuellen Behandlungen gehört, bietet sie einen Ausgleich zu apparativen Anwendungen, sowohl in der Klinik als auch in der Praxis. Die RZF kommt dem Grundbedürfnis, berührt zu werden, besonders entgegen, denn die Therapeuten berühren an den Füßen nicht nur die anatomische Struktur, sondern auch den Teil des Menschen, mit dem er seinen Lebensweg geht. Reflexzonenarbeit am Fuß wird häufig als für sich stehende Behandlung angeboten, doch sie läßt sich auch gut mit anderen Methoden kombinieren. Zum Beispiel mit der klassischen Physiotherapie, mit Spezialmassagen und -techniken, Wirbelsäulenmethoden und der manuellen Lymphdrainage, bei der sich die RZF-Lympharbeit besonders bewährt hat.

Therapiekosten
Die Kosten für RZF-Behandlungen werden von den Krankenversicherungen meist nicht übernommen. Es ist jedoch zu beobachten, daß immer mehr Patienten den Weg der Eigenverantwortung gehen und sich für Behandlungen entscheiden, von deren Wirkungen sie überzeugt sind, auch wenn sie diese Leistungen nicht erstattet bekommen. Und welche Methode eignet sich besser dazu, wieder "auf die eigenen Füße" zu kommen, als die RZF?


 
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